INFO's zu Bienen

HONIGBIENEN
Vor wenigen Jahren entdeckten Geologen im Sedimentgestein der Vulkaneifel den fossilen Abdruck einer Honigbiene. So unvorstellbar wie das Alter des Fundes - ca. 50 Millionen Jahre - ist die Bedeutung dieser Tierart für die Entwicklung der Lebensformen. Der Grund dafür sind bestimmte Eigenarten der Bienen:

Anders als die übrigen staatenbildenden Insekten, wie z.B. Hummeln oder Wespen, überdauern sie den Winter als Volk Bereits im zeitigen Frühjahr ist eine große Individuenzahl vorhanden, Vorraussetzung für die massenhafte Befruchtung der unzähligen Blüten. Die Mehrzahl der Pflanzen ist auf Bestäubung mit arteigenen Pollen angewiesen. Honigbienen mit ihrer einzigartigen Eigenschaft der sogen. Blütenstetigkeit (auf einem Ausflug wird nur ein Pflanzenort beflogen) tragen auf diese Weise zum Erhalt der Vielfalt im Pflanzen- und Tierreich bei.

Ein Bienenvolk ist ein Organismus aus bis zu 80.000 Tieren. Alle Lebensfunktionen der drei Kastenwesen Königin, Arbeiterinnen und Drohnen werden durch ein hochentwickeltes Informationssystem mittels Duftlenkung, Vibration, Geruch, Geräusche bestimmter Frequenz in einem harmonischen Gleichgewicht gehalten. Die Jahreszeiten bestimmen den Lebenszyklus; nur 5-6 Monate bleiben in unserer Klimazone für Erhalt und Vermehrung. Im Laufe eines Jahres benötigt ein Volk ca. 70 kg Honig und 25 kg Pollen für sich selbst, ernten lassen sich ca. 15 kg Honig bzw. 1-2 kg Pollen. Der wirtschaftliche Nutzen für den Land- und Obstbau beträgt ein Vielhundertfaches des Wertes der Bienenprodukte selbst. Der ökologische Wert ist ebenso unschätzbar wie auch die Bedeutung für die menschliche Ernährung und Gesundheit.

Heute sind die europäischen Honigbienen durch die im Laufe der letzten Jahrzehnte stark veränderte Kulturlandschaft, Fehlen eines ehemals großen Angebotes an Ackerwild»Un«kräutern, Versiegelung des Bodens, agroindustrielle Imissionen und Wirtschaftsformen, züchterische Bearbeitung auf Ertrag und weitere erwünschte Eigenschaften bei gleichzeitiger Depression wesensgemäßer Eigenarten wie Baubetrieb, Schwarmtrieb, Defensivverhalten, Behandlung mit chemotherapeutischen Tierarzneimitteln (Rückstandsproblematik, Resistenzbildung), Einschleppung der Varroa-Milbe und vermehrt zu beobachtende Krankheiten in ihrer Vitalität erheblich geschwächt. Die Veränderung der Lebens- und Umweltbedingungen hat sich zu schnell vollzogen, als daß eine genetische Anpassung hatte stattfinden können.

Tatsächlich sind die Bienen heute ohne die Pflege des Imkers auf Dauer nicht überlebensfähig. Er schafft ihnen Behausungen, verbessert das Nahrungsangebot durch Anpflanzen von Nektar- und Pollenspendern oder Anwandern von Trachtquellen, kontrolliert Brutentwicklung, Vermehrung, Vorräte und die Gesundheit.

IMKEREI
bedeutete ursprünglich Honigjagd. Wie noch heute in entlegenen Erdteilen üblich, machten sich unerschrockene Spezialisten daran, in der Wildnis entdeckte Bienenbauten mit für das Volk oftmals zerstörerischen Folgen auszurauben. Erst im Laufe der letzten Jahrhunderte entwickelten sich Haltungsformen, die eine bequemere und nachhaltigere Nutzung ermöglichten. Weltweit wird heute die Imkerei in wohlorganisiertem, industriellem Maßstab betrieben, was u.a. den niedrigen Preis für Importhonig erklärt.

In Deutschland sind es vor allem Hobby- und Nebenerwerbsimker, die ca. 95% der ungefähr 1 Million Bienenvölker betreuen und etwa 25% des Inlandsbedarfs erzeugen. Mein Betrieb besteht seit 1980 im niederbayrischen Landkreis Rottal-Inn. Das waldreiche Hügelland bietet den Bienen eine artenreiche Flora mit guten, wenn auch nicht regelmäßigen Honigtautrachten.

Um den biologischen Bedürfnissen der Bienen mit einer artgemäßen und naturnahen Imkerei gerecht zu werden, arbeite ich nach folgenden Richtlinien:

  • Erhalt und Stärkung der Vitalität und Selbstheilungskräfte durch eine dem natürlichen Geschehen angepaßte Betriebsweise.
  • Tiergesundheit geht vor Ertrag und »Pflegeleichtigkeit«.
  • Grundlage der Vermehrung ist der Schwarmtrieb, d.h. die Bienen bestimmen, welche Eigenschaften sie vererben wollen.
  • Keine Manipulation der Volksstärke und -entwicklung.
  • Winterfutter mit Blütenhoniganteilen und Kräuterzusätzen.
  • Die Bienen können den Wabenbau als Organ ihres »Bien«Leibes nach eigener Maßgabe ausbilden.
  • Biologisch-mechanische Methoden bzw. Verwendung von Milch- und Ameisensäure (kommen als natürliche Bestandteile im Honig vor) zur Vorroa-Milbenkontrolle. Keine Anwendung chemotherapeutischer Tierarzneimittel.
  • Verwendung einwandfreier Geräte und Materialien: Holz, Wachs aus eigenem Kreislauf, Edelstahl, Glas.


Verglichen mit konventioneller Bewirtschaftung ist diese Art der Bienenpflege nur mit einigem Mehraufwand an Arbeit und Einrichtung möglich. Allerdings gewahrt sie eine naturbelassene, exzellente Qualität der Erzeugnisse.

HONIG
Unvorstellbar ist der Fleiß der Bienen: 3-5 Millionen Blüten müssen angeflogen werden, um Nektar für 1 kg Honig zu sammeln. Dabei legen sie auf rund 60.000 Ausflügen eine Strecke zurück die 2,5 mal um die Erde reicht.

Seit Jahrtausenden schätzen die Menschen Honig als gesunde, kräftigende und wohlschmeckende Nahrung. Auch heute noch ist Honig mehr als ein delikater Brotaufstrich. Seine mehr als 180 nachgewiesenen Inhaltsstoffe sind von besonderem Wert für eine Vielzahl von Lebensfunktionen. Die enthaltenen Trauben- und Fruchtzucker sind in ihrem durch die Bienen vorfermentiertem Zustand eine schnell verfügbare Energiequelle.

Die komplexe Vielfalt der enthaltenen Enzyme, Mineralien, Spurenelemente, organischen und Aminosäuren, Vitamine, Neurotransmitter, antibiotischen und aromatischen Substanzen begründen den hohen ernährungsphysiologischen Wert.

Honig hat nachweislich harmonisierende und stärkende Wirkung auf das Immunsystem, den Magen-Darm-Trakt, Leber und Galle, Herz, Bronchien, Nieren und Nervensystem. Er wirkt blutbildend, verdauungsfördernd, antiseptisch, entspannend und appetitanregend.

Waldhonig entsteht aus Honigtau von vorwiegend Fichten und Weißtannen, in manchen Jahren auch mit vermehrten Anteilen von Eichen, Kiefern, Espen u.a.

Blütenhonig aus Nektar von Wiesen- und Gartenblühern, Heidelbeere, Löwenzahn, Beeren- und Baumobst, Weiden, Ahorn, Kastanien, Hecken- und Waldrandgehölzen, Himbeeren, Brombeeren.

Sortenhonige stammen aus Wanderungen in z.B. Edelkastanien-, Sonnenblumen- und Tannentrachtgebiete.

Jeder Honig kristallisiert - je nach Sorte - nach einer gewissen Zeit (2 Wochen - 12 Monate). Das Fehlen dieser Eigenschaft kann auf Denaturierung durch Hitze und/oder Mikrofiltration deuten. Zum Verflüssigen im Wasserbad bei max. 40 Grad C erwärmen. Aufbewahrung: Dunkel, kühl und trocken.

PROPOLIS
Propolis (griech. = Verteidigungsanlage) ist das Kittharz der Bienen. Sie sammeln es von Blattknospen verschiedener Baumarten, verknoten es mit Pollenschalen und .körpereigenen Sekreten und verwenden es zur Abdichtung ihrer Wohnung. Alle Oberflächen und der Wachswabenbau erhalten einen hauchfeinen Überzug. Die stark keimhemmenden Eigenschaften der Propolis sorgen so im Inneren des Bienenstockes für ein nahezu steriles Milieu.

Bereits die Menschen der Antike kannten die vielfältigen Wirkungen der Propolis. Aristoteles empfahl es bei Verletzungen und Verbrennungen, die Ägypter nützten seine konservierenden Eigenschaften zur Balsamierung ihrer Mumien, die indianischen Kulturen Mittelamerikas bei Infektionen; ebenso die Wundärzte des Mittelalters und die Feldärzte in den napoleonischen und den Burenkriegen. Aufzeichnungen aus dem alten China sowie Arabien beschreiben die Anwendung, in Georgien überzog man Spielzeug zum Schutz der Kinder vor Ansteckungen mit Kittharz.

Bislang wurden 130 biologisch wirksame Substanzen im Kittharz nachgewiesen. Deren Komplexität scheint das breite Wirkungsspektrum zu begründen:

Propolis ist keimhemmend gegen Bakterien, Viren und Pilze;
Propolis verstärkt die Funktion der Thymusdrüse, ein zentrales Organ im Hormon- und Immunsystem;
Propolis erhöht die Zellstoffwechsel- und Zellteilungsrate;
Propolis vermag Schwermetalle im Körper auszuschwemmen.

In der Altersmedizin zeigten Versuchsreihen deutlich verbessertes körperliches und psychisches Befinden nach wenigen Wochen regelmäßigen Anwendung. Jugoslawische Studien erwiesen hohe vorbeugende Wirksamkeit bei epidemischen Grippeinfektionen.

Propolis hat sich auch bei Verabreichung hoher Mengen (bis 9g/kg Körpergewicht und Tag) als vollkommen untoxisch erwiesen. Es wird auch von Kindern gut vertragen. In seltenen Fällen (0,5-1%) wurden Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet.

BLÜTENPOLLEN
sind als einzige Eiweißquelle für die Honigbienen und die Entwicklung ihrer Brut von besonderer Bedeutung. Bei ihren Sammelflügen heften die Bienen mit Hilfe körpereigener Sekrete die aus zigtausend Einzelkörnchen bestehenden Pollen»höschen« an ihre Hinterbeine und tragen sie in den Bienenstock wo sie bis zum Verfüttern an die Brut in den Wabenzellen aufbewahrt werden.

Der Verzehr von Pollen durch erwachsene Bienen im Spätsommer verlängert deren Lebensdauer um das 5-6fache gegenüber der Lebenszeit im Frühjahr oder Sommer. So ist die Existenz des Bienenvolkes über die tracht- und brutlose Winterzeit gesichert.
Pollen enthalten

  • Proteine, etwa zur Hälfte in Form freier Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst bildet, die aber lebensnotwendig sind.
  • Enzyme, Fermente, Mineralstoffe und Spurenelemente.
  • Vitamine B1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 12, C, D, E, PP, BT, H, Provitamin A. 60 Gramm Pollen decken den gesamten Tagesbedarf.
  • Rutin, Folsäure, antibiotische Substanzen sowie eine Reihe anderer nicht vollständig analytisch nachgewiesener Inhaltsstoffe.


Pollen wirken tonisierend, stärkend, euphorisierend, blutbildend, cholesterinsenkend, appetit-anregend, haarwuchsfördernd, belebend auf die Sexualfunktion, antiseptisch, entgiftend.

Die kurweise Einnahme hat sich bei verminderter Leistungsfähigkeit, Erschöpfungs-, Schwäche- und Mangelzuständen bewährt.

Anwendung: Kurweise, tägliche Dosis: 25-30 g.
Pollen muß dunkel, kühl und trocken aufbewahrt werden!

GELÉE ROYALE
Gelée Royale ist der Futtersaft, den die Ammenbienen der Stockmutter während der gesamten Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Geschlechtstier und danach für die ganze Dauer ihres Lebens füttern. Allein diese Nahrung bestimmt ein gewöhnliches Arbeiterinnenei zur Königin. Sie kann ein Lebensalter von 5 Jahren erreichen (Arbeiterinnen: 6 Wochen/Monate) und kann im Frühsommer 2000 Eier täglich legen, das entspricht ihrem 4-5fachen Eigengewicht.

Ein Zustand vorgetäuschter Weisellosigkeit (Weisel = Königin) regt die Arbeitsbienen zur vermehrten Erzeugung dieser außergewöhnlichen Diät an. Geerntet wird die Substanz mit einer Pipette.

Gelèe Royale enthält

  • Proteine (Eiweiße) in großer Zahl, die meisten davon unentbehrlich für die menschliche Ernährung.
  • Freie essentielle Aminosäuren.
  • Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
  • Antibiotische Substanzen, Neurotransmitter, Hormone.
  • Ungeklärte, offenbar aber biologisch wirksame Substanzen.


Gelée Royale wirkt anregend, kräftigend, stimulierend, euphorisierend, harmonisierend auf die Vitalfunktionen, insbesondere bei hohen körperlichen oder geistigen Anforderungen, bei Genesenden, bei Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen, Alters- und Mangelerscheinungen, Appetitlosigkeit, sexueller Schwäche.

Tägliche Dosis: 500-800 mg, das ist eine etwa gut kirschkerngroße Menge. Morgens, am besten nüchtern, im Munde zergehen lassen, evtl. auf etwas Honig oder in Fruchtsaft.
Anwendung: Kurmäßig über 1-2 Monate, auch mehrmals jährlich.
Unverträglichkeiten sind nicht bekannt.
Gelée Royale muß kühl und dunkel aufbewahrt werden!

BIENENWACHS
entsteht in den dafür angelegten Drüsen der Honigbienen. Millionenfach werden die winzigen ausgeschwitzten Plättchen zu einem kunstvollen, statisch perfekten Wabengebilde zusammengefügt. Die eingelagerten Pollen und das Kittharz färben die zunächst reinweiße Substanz im Laufe der Zeit mehr oder weniger intensiv.

Bienenwachskerzen 100% rein
duften wunderbar, spenden warmes Licht und entspannende Stimmung. Sie sind handgearbeitet, gerollt mit Wabenprägung oder massiv gegossen oder gezogen.